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13.07.2009

Stalker muss ins Gefängnis

Ein 20-jähriger "Stalker" ist an diesem Montag vom Augsburger Amtsgericht zu acht Monaten Freiheitsstrafe ohne Bewährung veurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann im September vorigen Jahres über den Balkon in die Wohnung seiner Angebeteten geklettert war und die Frau dann geohrfeigt hat, weil sie sich seinem Werben gegenüber ablehnend verhalten hatte. Zuvor hatte der Mann die zweifache Mutter über längere Zeit belästigt und bis zu 100 mal täglich angerufen.

Die Frau hatte sich bei dem Einbruch mit ihren beiden Kindern vor dem verschmähten Liebhaber zunächst im Kinderzimmer versteckt. Das Gericht verurteilte den 20-Jährigen wegen Nachstellung in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung und Diebstahl.

Stalking ist seit 31. März 2007 strafbar. Der Paragraph 238 des Strafgesetzbuchs enthält das "Gesetz zur Strafbarkeit beharrlicher Nachstellung". Demnach drohen Stalkern Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren. Falls Personen bei den Annäherungsversuchen zu Schaden kamen oder gar getötet werden, sind bis zu zehn Jahre möglich.